HÖHNER - HIMMELHOCH HIGH TOUR 2010
3. September 2010 - Wuppertal, Waldbühne
HIMMELHOCH-HIGH TOUR
„Da geht immer noch mehr“..., ist nicht nur der erste Songtitel auf der neuen HÖHNER-CD „Himmelhoch High“, sondern auch der Leitspruch für die Schaffenskraft der Band.
Auch nach fast vier Jahrzehnten sind die HÖHNER, als „DER Exportschlager Kölner Lebensfreude“, unermüdlich in der Entwicklung neuer Songs und Live-Programme. Mit den 13 neuen Studiotiteln ist es der Gruppe erneut gelungen, nahtlos an die erfolgreichen Hits und Evergreens der letzten Jahre anzuknüpfen.
So kann sich das Publikum auch wieder auf ein neues Konzertprogramm freuen. „Himmelhoch High“, als Album-, Song- und Tour-Titel, beschreibt Hannes Schöner treffend: „Himmelhoch High“ ist ein wortspielerischer Umgang mit einem alten deutschen Sprichwort – Himmelhoch jauchzend. Das Gegenteil ist, wie wir alle wissen, zu Tode betrübt. Das ist im Prinzip die Spannweite, zwischen der wir uns bewegen, beziehungsweise die Spannweite, in der sich das menschliche Leben vollzieht. Wir beschreiben all das. Wir beschreiben die Himmelhoch jauchzenden Töne, wir beschreiben aber auch die zu Tode betrübten Töne, weil wir das Leben als Ganzes verstehen, und weil wir uns die Freiheit nehmen überall hinzugucken“.
Um es abschließend dann noch mit einigen aktuellen HÖHNER Titeln zu sagen: „Hier brennt die Luft“ wird es heißen, wenn die HÖHNER auf die Bühne treten und sagen: „Mir maache he unser Ding“. Jeder im Publikum wird mit „Schenk mir Dein Herz“ aufgefordert, sich zu seiner Liebe zu bekennen, und den „Männern in den besten Jahren“ auf ihrem Weg zu folgen, um für ein paar Stunden den Stress des Alltages abzulegen.
HÖHNER Biographie
Beim Start in die Session 1972/1973 standen die HÖHNER im „Federkostüm“ am Beginn einer erfolgversprechenden Zukunft, um gut 35 Jahre später, erfolgsgekrönt wie nie zuvor, zu fragen: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Die Zukunft des landesweit populärsten Exportschlagers „Kölscher Lebensart“ hat gerade erst begonnen - „ jetzt und hier“, wie es ein früherer HÖHNER-Albumtitel treffend beschreibt.
Nach über dreieinhalb beständig erfolgreichen Dekaden der Karriere und dem goldenen Jahr 2007, in dem die Band eine wahre Flut an Trophäen verbuchen konnte, blickt das Sextett lieber in die Zukunft und lebt viel zu gerne in der Gegenwart, als dass es sich genüsslich rückblickend auf seinen Lorbeeren ausruht. In introvertierter Selbstbetrachtung kreativ zu sein, war nie ihr Ding. Vom Leben im künstlerischen Elfenbeinturm ganz zu schweigen. Die Höhner-Seele will die Zuhörer packen, direkt und unverschnörkelt in den Arm nehmen - „Wir verbinden Köln, denn „Üvverall op dr Welt jitt et Kölsche“ lautet ihr Motto. Dass es ihnen
dabei an Ehrlichkeit und Gradlinigkeit keinesfalls mangelt, haben die Höhner in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen.
Ihr Stilmittel, die Musik, speist sich dabei stärker denn je aus einem unendlichen Kosmos mitreißend differenzierte Töne. Dem urbanen Rock wird Rechnung getragen, obschon er gleichzeitig mit allerlei akustischem Instrumentarium wie Flöte und Akkordeon auf eine grenzenlose, folkloristische Fährte gelockt wird. Im Grunde ist es Folkrock im besten Sinne, der die genuine musikalische Sprache der Höhner auszeichnet. Weil er mit seinem erdigen Aufeinandertreffen von Stromgitarre und Ziehharmonika mitten ins Herz trifft. Weit über regionale Grenzen hinaus. Obwohl er sich vor allem aus der kulturellen Vielfalt speist, die sich innerhalb der Grenzen der Domstadt abspielt. Oder um es mit den Worten von Henning Krautmacher augenzwinkernd zu sagen: "Wenn London der Schmelztiegel der englischen Nation ist, dann gilt das für Köln in Bezug auf Deutschland schon lange. Der Kölner ist das Resultat seiner multi-kulturellen Sozialisation. Dieser Geist macht unsere kölsche Seele aus. Wir umarmen lieber und schließen alles in unseren Kreis ein, als dass wir ausgrenzen.“
Früher hatten die Erfolg, die so taten als ob. Die Qualität unserer Zeit drückt sich nicht zuletzt im Erfolg solcher Künstler aus, die sich so darstellen wie sie sind. An deren Speerspitze stehen die HÖHNER. Weil bei ihnen Grundwerte wie Gemeinschaft, Zusammen-gehörigkeitsgefühl und das Bekenntnis zur „guten Laune“ über die Rampe kommen, die in dieser individualisierten Zeit begierig aufgenommen werden.
Und weil man unmittelbar feststellt, dass diese Werte von Peter Werner, Janus Fröhlich, Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Jens Streifling und John Parsons nicht nur dargestellt, sondern tatsächlich gelebt werden.